Inhalt:

Stephanie erbt das Anwesen ihres verstorben (und von der Familie verstoßenen) Onkels Gordon – mitsamt aller magischen Geheimnisse. Sie glaubt jedoch nicht an den natürlichen Tod ihres Onkels und wendet sich an Skulduggery Pleasant, Detektiv und Gordons unbekannter Freund. Gleich in der ersten Nacht in ihrem neuen Haus wird sie von einem Magier angegriffen, der nach einem Schlüssel sucht. Skulduggery kommt ihr zur Hilfe, doch entpuppt er sich als lebendes Skelett, der u.a. Feuerbälle schleudern kann.
Um das Rätsel von Gordons Tod zu lösen, rutscht Stephanie in die magische Welt Dublins. Ehe sie sich versieht, kämpft sie mit Skulduggery inmitten eines Magierkrieges gegen Serpine, der versucht die Waffe aller Waffen an sich zu reißen.

Sprache:

Very british. Der Übersetzer hat gute Diente geleiste. Wortwitz und Sarkasmus des Buches sind nicht verloren gegangen und als Leser kann man sich daran erfreuen. Flüssig geschrieben, sehr gut erzeugtes Tempo und sehr, sehr schöne Details bei den Kampfszenen. Manchmal hatte ich fast das Gefühl, einen Asia-Action-Film vor meinem geistigen Auge zu sehen.

Figuren:

Die Figuren haben Tiefe und selten ist mir eine so skurile und von sich selbst überzeugte Figur wie Pleasant begegnet. Dies kann man dem Skelett nicht einmal negativ auslegen. Obwohl er nur ein geringes Repertoire an Mimik verfügt, ist die Gefühlswelt unglaublich gut ausgearbeitet, und man kann als Leser ihn genau nachvollziehen.

Auch die Nebenfiguren sind schön gezeichnet, jeder hat seine Motive und ist für sich einzigartig. Serpine – der Bösewicht – einfach herrlich. Allein an seiner Sprache konnte man schon den machtbesessen, hinterhältigen Charakter heraushören.

Kritikpunkte:

Eigentlich kann ich keine Kritikpunkte nennen. Abgesehen davon, dass die ausgeprägten Dialoge am Anfang etwas dominant waren, aber man sich schnell daran gewöhnte.

Zusammenfassend:

Mit bitterbösen Humor zieht Derek Landy seine Leser in seine Geschichte. Dazu ist es erfrischend mal ein Buch zu lesen, das nicht in den USA spielt, sondern in Dublin. Einen Ort, den zumindest ich nicht weiter kenne, weder aus dem Leben noch aus Büchern. Stephanie und Skulduggery bereiten einem beim Lesen Freude und immer wieder einen herzhaften Lacher.

Lebensnahe Dialoge, gut gewählte Details und originelle Ideen haben mich definitiv überzeugt. Band 2 und 3 warten schon in meinem Regal!

Daher 5 von 5 Sternen für Skulduggery Pleasant 01 – definitiv mein Buch des Jahres 2011.

 
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Rezension : Skulduggery Pleasant 01

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