Wieder vorweg: Ich habe dieses Buch unter dem Standpunkt rezensiert, dass es für Kinder ab zehn Jahren gedacht ist. Dazu ist dies eine Rezension, die auf den ersten Band aufbaut, bei der ich nicht alle Hintergründe erneut aufrolle.

Inhalt:

Roses Geheimnis ist gelüftet – sie ist eine Zauberin und geht nun bei ihrem Herrn Mr Fountain in die Lehre. Aber das hat seine guten und schlechten Seiten. Rose hofft dadurch, mit ihrer Magie bewusster umzugehen. Gleichzeitig meiden sie die Hausangestellten als sie eine Ausgeburt des Teufels. Und dann bricht auch noch dieser seltsame Winter über London herein, der nur magisch sein kann, und Rose wird mit Mr Fountain an den Palast berufen, um das Verschwinden von Prinzessin Jane aufzuklären.

Sprache und Figuren:

Die kleinen Mädchen in diesen Buch sind echt hart! Neunmalklug und sowas von schnell,wenn es darum geht, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Natürlich wirkt es überspitzt, aber es liest sich sehr angenehm. (Ich musste immer wieder an die junge Dakota Fanning denken.) Leider hat mir Gus ein wenig gefehlt, aber das liegt daran, dass ich diesen Kater so sehr ins Herz geschlossen habe.

Roses Charakter vollzog eine gut dargestellte Entwicklung. Einerseits hat sie Angst, als Hexe erkannt und ausgeschlossen zu werden. Andererseits will sie mit ihrer Zauberkraft (und auch ohne) sich für ihre Freunde einsetzen und Mut zeigen, auch wenn sie unterlegen ist. Gleichzeitig ist dies auch wieder das zentrale Thema des Buchs. Freundschaft. Zwischen ihr und Freddie, der Prinzessin, manchmal scheint es so, als würde alles für sie tun, wenn sie in Gefahr stecken.

Zur Sprache lässt sie nicht viel sagen. Weiterhin klar und einfach und glücklicherweise sind die Figuren sich und ihrer Sprechweise treu geblieben.

Lob und Kritik:

Das Ende vollzog sich etwas abrupt und langsam frage ich mich, ob die Bösewichte, die bisher verschwunden sind, erneut auftauchen oder ob die Reihe mit jedem Band eine neue Gefahr präsentieren wird.  Leider gab es einen kleinen Logikfehler, da der König einerseits davon spricht, dass die Geburtstagsparty „morgen Abend“ stattfindet, Rose aber noch zwei Tage anderweitig beschäftigt ist (ohne zu spoilern ;)), bis das Fest beginnt.

Der zweite Band kam ohne weitere Erklärungen aus, alles Wichtige hat die Autorin in einen Rückblick gesteckt, der zeitgleich in die neue Handlung einführte. Im Gegensatz zum ersten Band verlief die Handlung von „Rose und die verschwundene Prinzessin“ schneller, es passierte deutlich mehr. Auch steigerte es sich im Hinblick auf die Leserschaft, was die gruseligen und bedrohlichen Momente angeht. Die Autorin streute viele, viele Details, doch im Verlauf des Buchs fanden alle ihre Verwendung, was mich überrascht und auch begeistert hat. Dadurch wurde man wie in einem Krimi auf falsche Färten gelenkt und konnte noch bis zum Schluss miträtseln, was mit der kleinen Prinzessin Jane passiert ist.

Zusammenfassend:

Zunächst – deutlich besseres Cover! Der erste Band war schön, aber dieses Cover ist einfach nur wunderwunderhübsch. Und es fällt einem im Bücherregal auch sofort ist Auge. Wieder ein rundes und in sich geschlossenes Werk von Holly Webb und eine herzerwärmende Fortsezung der Geschichte der kleinen Rose. Witzig, liebevoll geschrieben und jede Seite wert. Daher vergebe ich 5 von fünf Sternen an „Rose und die verschwundene Prinzessin“ und freue mich auf Band 3.

Rezension : Holly Webb – Rose und die verschwundene Prinzessin (Band 2)

Ein Gedanke zu „Rezension : Holly Webb – Rose und die verschwundene Prinzessin (Band 2)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.