Inhalt:Die Zwillinge Celia und Oliver Navel wollten während der Sommerferien einfach nur stundenlang fernsehen. Doch eine Intrige gegen ihren Vater zwingt die beiden, nach Tibet zu reisen, wo sie nicht nur nach ihrer verschwundenen Mutter suchen, sondern auch einem sprechenden Yak, gefährlichen Gifthexen und einer Geheimgesellschaft machtgieriger Forscher begegnen. Und so nimmt ein gänzlich unfreiwilliges Abenteuer seinen Lauf.“ (Quelle: Arena Verlag)

Figuren: Die Zwillinge Celia und Oliver Navel sind die Hauptfiguren dieser Reihe und ergänzen sich ganz prächtig. Celia ist die Beschützerin, benimmt sich oft wie die erwachsenere der beiden, und ist von ihrer Grundeinstellung her mürrisch und skeptisch (was sich jedoch aus ihren Erfahrungen ergibt). Dagegen ist ihr Bruder der Neugierige und Unvorsichtige und auch ein klein bisschen ein Feigling. Zusammen scheinen die beiden jedoch unschlagbar. Ihre Verbundenheit, ihr Vertrauen ineinander und das Verständnis, dass sie voneinander haben, macht Oliver und Celia zu zwei ganz wunderbaren Figuren im Jugendbuch-Bereich. Sie treten füreinander ein und passen auf den anderen auf, weil sie eben nur sich haben, wenn ihr Vater sie mal wieder auf eine halsbrecherische, total gefährliche Reise mitschleppt. (Und als running gag regelmäßig K.o. geschlagen wird.) Die Dialoge zwischen den beiden erheitern ungemein. Witzig, hin und wieder bösartig, aber auch kindisch. Obwohl sie kopfüber an einem Seil entlang klettern müssen oder einem Yeti gegenüberstehen, sie zanken sich, wie es Geschwister nun mal tun, aber sie arbeiten halt auch zusammen.

Alle Figuren in diesem ersten Teil sind sehr gut vorstellbar. Und dass, obwohl der Autor an äußerlichen Beschreibungen spart. Aber ihre Eigenarten, ihre Redeweise ist so gut dargestellt, dass sich von selbst ein Bild ergibt. So habe ich mir Dr. Navel immer als ein wenig schlaksig vorgestellt und ein bisschen wie Steve Irwin, der mitten im Dschungel nach Käfern sucht und sich riesig freut, wenn er etwas Brandgefährliches entdeckt. (Oh, ein vor Wut schäumendes Yetiweibchen! Ich mache erstmal zwei Schritte darauf zu und sehe es mir näher an!)

Lob, Lob, Lob: Originell! Das erste unfreiwillige Abenteuer von Celia und Oliver entwickelt sich wirklich originell und detailreich. Der Autor hat von der ersten bis zur letzten Seite Details gestreut, die am Ende ein dichtes Netz ergeben und ich mir so dachte: Warum bin ich da nicht früher drauf gekommen? Durch die vielen unvorhersehbaren Wenden und Schauplatzwechsel kam ebenso reichlich Spannung auf.

Sehr gefallen hat mir die Umsetzung, die an Romane wie „Um 80 Tagen um die Welt“ erinnerte, und die Gestaltung des Klubs der Forschungsreisenden, dessen Mitglieder so gerne über ihre Abenteuer und Entdeckungsreisen wetten.  Dazu ist das Buch lehrreich ohne belehrend zu wirken. Durch die bisherigen Reisen der Zwillinge und das aktuelle Abenteuer in Tibet erfährt man beim Lesen viel über Bräuche, Kulturen und Legenden (einiges überspitzt, einiges wahnwitzig). Dadurch, dass die Zwillinge den größten Teil für sich erklären oder bei den komplizierteren Antworten der Erwachsenen noch einmal kindgerecht nachhaken, ist es auch umso verständlicher für die Altersstufe.

Zu Beginn wirkten Celia und Oliver sehr trotzig und ihr Hang zum Fernsehen (und der ständig wiederholte Wunsch, dass sie nur dies tun wollen, nur dies) nervte. Ich hatte so das Gefühl, dass der Autor sich dabei etwas von der Seele schreiben wollte, und war sogar schon versucht, das Buch wegzulegen. Zum Glück habe ich es nicht getan! Denn London fängt sich und je weiter die Geschichte sich entspinnt, desto nachvollziehbarer wird die Überzeugung der Zwillinge. Aber es kam sogar noch besser. Hatte ich zu Beginn das Gefühl, dass Celia und Oliver nur langweilige Sesselsitzer waren, so entwickelten sie sich im Verlauf des Buchs für den Leser mehr und mehr zu Abenteuern. Obwohl sie das eigentlich gar nicht sein wollen, aber es lässt sich nicht abstreiten. 😉

Außerdem gefiel mir eine Wende sehr gut. Je weiter das Buch voranschritt, desto weniger ließ sich abstreiten, wie wahnsinnig schlau und gewieft die Zwillinge sind. Durch ihren massiven Fernsehkonsum haben sie sich einen Wissensschatz angesammelt, der ihnen auch in den seltsamsten Situationen weiterhilft. Wie zum Beispiel die Titelmusik von Celias Lieblings-Soap zum Meditieren nutzen, weil das das einzige Lied ist, das Oliver auswendig kann und dabei immer wegdämmert. Oder wenn sie aus einem Flugzeug geworfen werden.

Zusammenfassend: Es hat Spaß gemacht! Olivers und Celias unfreiwilliges Abenteuer bietet eine originelle, witzige und spannende Geschichte. LESEEMPFEHLUNG!
Daher vergebe ich auch volle 5 von 5 Sternen für „Wir werden nicht von Yaks gefressen* hoffentlich“ und freue mich auf Band 2.

Neugierig geworden? Hier der Link zum Buch.

Rezension : C. Alexander London – Wir werden nicht von Yaks gefressen *hoffentlich (Band 1/4)

Ein Gedanke zu „Rezension : C. Alexander London – Wir werden nicht von Yaks gefressen *hoffentlich (Band 1/4)

  • 25. April 2014 um 13:54
    Permalink

    それは変よ」 佐織は煙草を挟んでいる右手を挙げて、内藤に待ったをかける

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