Verlag: Argon Verlag

Laufzeit:Stunden, 16 Minuten – 6 CDs

ISBN: 978-3-8398-1248-8

Inhaltsangabe: Als wären die Tage an der Berliner Problemschule nicht schon abenteuerlich genug, kommt nun auch noch der Mathelehrer Altmann auf mysteriöse Weise ums Leben. Da stimmt doch was nicht, denken die Kolleginnen Frl. Krise und Frau Freitag: Musiklehrerin Johanna Schirmer postet überraschende Details über ihre Affäre mit ihm, die Cousins einer türkischen Schülerin hatten Rache geschworen, seine sehr junge, sehr schwangere Witwe versteht sich etwas zu gut mit ihrem Powerplate-Trainer und Schüler Ali hat eine Rechnung zu begleichen.
Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln – und das alles neben dem ganz alltäglichen Schulwahnsinn.

Cover: Das Cover ist in seiner Machart auffällig und passt zu den beiden Lehrerinnen der Geschichte. Mir persönlich hat der Kinderwagen gefehlt, der immer wieder in der Erzählung angesprochen wird.

Sprecher: Pro Kapitel wechselten sich Joseline Gassen und Carolin Kebekus ab. Zu Beginn war dies noch gewöhnungsbedürftig, aber im Verlauf der CDs passte die Teilung immer besser. Die beiden Sprecherinnen haben ihren Figuren schön Leben eingehaucht, sodass man sich die Lehrerinnen gut vorstellen konnte. Persönlich am besten gefallen haben mir die Interpretationen von Onkel Ali und den türkischen Kindern.

Die Stimme, die im letzten Kapitel plötzlich auftauchte, hat mich gestört. Diese männliche Variante passte nicht zu Onkel Ali.

Figuren: Die beiden Lehrerinnen wachsen einem beim Zuhören ans Herz und ich konnte sie mir gut vorstellen. Auch die Nebenfiguren erfüllen die typischen Lehrerqualitäten, so stellt man sich eben diesen Typ Mensch vor, bzw. erinnerten sie an die eigenen Lehrer von früher.

Mein persönlicher Liebling war dennoch Onkel Ali, der eben noch richtigen Filterkaffee machen kann. Vermutlich, weil ich selbst so einen Onkel Ali mal kannte. Nur war er nicht der Zeitungsladenbesitzer, sondern der Schulbusfahrer.

Lob und Kritik: Es entspinnt sich ein typischer Frauenkrimi. Ich konnte über die Dialoge der Lehrerinnen schmunzeln, Männer vermutlich weniger. Dazu floss in diesem Krimi kein Blut oder war die Handlung in irgendeiner Weise besonders brutal. Die Überlegungen und das Alltagsleben der beiden Lehrerinnen machte diese Geschichte aus.

Der Krimi entwickelt sich dadurch keinesfalls temporeich. Dafür wurden so viele Möglichkeiten gestreut, dass man bis zum Ende miträtseln konnte, wer denn nun der Mörder war. Oder es sich nicht doch um einen Unfall handelte.

Den Humor dieser Geschichte versteht man als Berliner wohl besser. „Der Altmann ist tot“ kommt dermaßen aus dem Kiez (hohe Ausländeranzahl in den Klassen, „Türkenmarkt“, …), für Leute von außerhalb dieser Stadt, kann die Geschichte sicherlich befremdlich wirken. Dies war bei mir nicht der Fall, sondern hat noch dazu beigetragen, dass ich mir die Handlung besser vorstellen konnte. Eben weil ich die U-Bahnhöfe kannte, durch die die Verfolgungsjagd ging. Und weiß, wie gruselig es dort sein kann.

Fazit: Humorvoll, gut vorgelesen, aber die Geschichte ist definitiv regional begrenzt. „Der Altmann ist tot“ erhält 4 von 5 möglichen Sternen.

Und zum Schluss möchte ich mich noch einmal bei BloggdeinBuch bedanken, von denen ich das Hörbuch gestellt bekommen habe.

Für weitere Informationen hier der Link zur Verlagsseite.

Rezension : Der Altmann ist tot – Frl. Klrise und Frau Freitag ermitteln

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