Am 1. März wurde über eine Veranstaltung auf Facebook der „Postkarten-Flashmob“ ausgerufen. Ziel war es via der Veranstaltungsseite, Postkarten aus aller Herren Länder und jeglichen Themengebieten anzubieten. Plus die Anzahl, wie viel man verschicken möchte. Interessierte konnten sich darauf bewerben und Bewerber konnten zum Dank, wenn gewollt, auch eine Karte zurückschicken.

Ich habe fünf Hauptstadtkarten ins Rennen geschickt und die waren ja so was von schnell vergriffen – das hat mich ganz schön perplex zurückgelassen. Ich hätte nicht gedacht, dass Berliner Ansichtskarten so begehrt sind! 🙂

Aber weil mir die Idee gefallen hat, schrieb ich nicht nur acht Karten an Bewerber, zum Dank und als kleine Anerkennung an den Leiter der Veranstaltung, sondern auch vier an meine Freunde quer durch Deutschland verteilt. Ich wollte sie überraschen. Ja, wir kommunizieren viel über Messenger, WhatsApp und Telefon, aber ich dachte mir, Handgeschriebenes ist etwas ganz anderes. Es ist doch jedes Mal eine Freude, eine liebe Postkarte aus dem Briefkasten zu ziehen. Bzw. bei mir vom Parkettboden aufzuheben.

Abgesehen davon, war das Gefühl, die Karten zu beschreiben, sie mit lieben Worten, Smiley und herzlichen Grüßen zu versehen – herrlich. Ich schreibe ja sehr viel am PC, aber dank der Backspace-Taste löschen sich die Buchstaben genauso schnell, wie sie erscheinen. Gesagtes verliert dadurch an Wert, das ist zumindest meine Meinung. Beim Schreiben der Postkarten hielt ich jedoch einen Moment inne. Buchstabe für Buchstabe waren wichtig, sollte ich mich verschreiben, hätte ich neu anfangen müssen. Hätte ich einen Fehler bei den Adressen gemacht, käme die Karte nie an … So viele Gedanken gingen mir bei den kurzen Nachrichten durch den Kopf – bei einer WhatsApp-Nachricht oder einem kurzen Text bei einem Messenger habe ich das noch nie erlebt.

Daher werde ich wohl wieder häufiger zu Stift und Papier greifen oder an solchen Aktionen teilnehmen. 🙂

Und nachdem ich hier schon fast über das Schreiben der Karten philosophiere, hier noch die Postkarten, die ich erhalten habe. Am genialsten ist die Karte von Markus. Seine hängt jetzt an meiner Pinnwand, denn der Spruch „Humur ist das Salz des Lebens, und wer gut gesalzen ist, bleibt lange frisch“ passt einfach perfekt. Ich liebe diese Karte! Wirklich! 😀 

#Gedankenfetzen : Postkarten-Flashmob

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