September 22 2014

Gefiedeter Neuzugang : Hetty, die Bucheule

Ein paar Tage ist es bereits her, da fragte Arndt von AstroLibrium nach Namen für seine neuste Bucheule, die er auf einen Markt erstanden hatte. (Zum Facebook-Post geht’s hier.) Ich mag solche Spielereien und wenn mir etwas einfällt, dass nicht verkrampft wirkt, sondern wie die Faust aufs Auge passt – zumindest für mich persönlich – dann beteilige ich mich gern bei solchen Aufrufen. Der Eulerich auf dem Foto sah für mich aus wie ein „Ray“, als ich dann googelte, dass dies unter anderem auch Beschützer heißt, schien der Name perfekt. Ray, die Bucheule, die auf Arndts Regale aufpasst.

Schwupps, da war der Name abgeschickt und das Warten begann.

Viel habe ich mir nicht dabei gedacht. Wenn Autorenkollegen zur kollektiven Namenssuche trommeln, werde meine Vorschläge oft ignoriert. Was nicht schlimm ist, schließlich ist gerade ein Name etwas sehr Subjektives. Zuerst muss er einem selbst gefallen, dann den anderen. Hoffnungen hegte ich also nicht, dass mein Namensvorschlag gewählt würde.

Doch tatsächlich entschied Arndt sich dazu, seine Eule Ray zu taufen. 🙂 Damit nicht genug, ich wurde auch gleich in die Eulenfamilie mit aufgenommen und adoptierte die zehnte kleine Bucheule, aus dem H-Wurf von Arndt und seiner Frau. H-Wurf, weil bisher alle Eulen einen Namen mit H erhielten.Hetty groß - für HP

Gespannt warteten Dominic und ich also darauf, dass die kleine Eule zu uns nach Hause flatterte. Die Tage vergingen, aber bei der Wetterlage würde ich auch öfter mal einen Zwischenstopp einlegen und die Septembersonne genießen. Dazu ist der Weg bis nach Berlin lang. Doch auch die Ankunft der Kleinen verlief holprig. Sie flatterte mit solchen Karacho durch den Briefschlitz, dass sie unter der Kommode im Flur verschwand – natürlich an dem Tag, an dem ich nicht zuhause war und das Klappern der Abdeckung nicht hörte. Weil ich – wie vermutlich sie die Tage zuvor – draußen den Spätsommer genoss.
Ich entdeckte die Kleine dann am letzten Donnerstag, wobei ich auf den ersten Blick nicht viel von ihr sah, denn am diesem Tag bereite mein Mann gerade sein heiß geliebtes Bayrisches Brathändl zu …. Nach gutem Zureden traute sie sich wieder aus ihrem Versteck und hat es sich auf dem To-Read-Next-Stapel auf meinem Schreibtisch gemütlich gemacht, wo sie den großen Stahlvögeln beim Landen und Starten zusehen kann.
Ganz der Tradition des H-Wurfes entsprechend haben Dominic und ich sie „Hetty“ getauft, sie erinnert uns an ihre Namensgeberin Henrietta „Hetty“ Lange. (Das ist die Chefin aus NCIS L.A.)

September 15 2014

BookUp #02 im Buchsegler, Berlin-Pankow

Es war wieder Book-Up-Zeit.

Im Ocelot musste ich leider aussetzen, aber dafür gab es zwei Tage später, am Samstag, den 13.09.2014, einen weiteren Book-Up in der Berliner Kinderbuchhanlung „Buchsegler„. BUSept_02 - Kopie

Was ist ein Book-Up? Das fragt ihr euch immer noch? 😀 Eine Erklärung gibt es hier: Link.

Den Buchsegler kenne ich ja schon ein paar Jahre, seitdem ich 2011 einmal auf der Suche nach dem S-Bahnhof am Geschäft vorbeigelaufen und natürlich sofort hineinspaziert bin. Eine kleine Buchhandlung in der Florastraße, mit einer großen Bilderbuchecke und Büchern, die man sonst nicht so oft in den Regalen findet. Es ist unglaublich erfrischend vor zwei Regalen Jugendbüchern zu stehen, in denen die Spitzentitel der Verlage zwar teilweise vorhanden sind, aber der Fokus auf ganz vielen Werken liegt, die ich so noch nicht auf dem Schirm hatte. Die ich noch gar nicht kannte, aber alle so interessant aussehen, dass ich am liebsten fünf Bücher mitgenommen hätte. Anstatt des einen erlaubten, denn der SuB wächst ja schneller, als ich ihn minimieren kann. Auch dieses Mal konnte ich den Buchsegler nicht ohne Buch verlassen, „Yolo, der wild gewordene Pudding und Jo Zwometerzwo“ von Gerlis Zillgrens ist bei mir im Regal eingezogen.

Aber zurück zum Book-Up.BUSept_01 - Kopie

Nicht nur die Inhaberin des Buchseglers rief zum Kennenlernen, Stöbern und Vernetzen aus, sondern auch das benachbarte Atelier Flora. Dort stellten u.a. Stefanie Fiebrig, Judith Drews und Kristina Brasseler ihre Texte und Illustrationen vor und plauderten als ihrem Künstleralltag. Gerade dieser Part hat mir sehr zu gesagt, Details wie, dass sie sich nie bei einem Kaffee verquatschen, sondern lieber kreativ brainstormen oder die Künstlerin, deren Tisch an der Tür steht, oftmals als Empfangsdame verwechselt wird, vermittelten direkt eine offene und angenehme Atmosphäre. Auch die spontan beschlossene Lesung hatte ihrem Reiz, ich werde defintiv noch nach dem Buch stöbern. Gern hätte ich mehr über die Illustratorinnen erfahren, deren zusammen genommen fast 50 Bücher die Wände schmücken, aber dann ging es auch schon zurück in den Buchsegler und die Diskussionsrunde begann. Vielleicht ist dies das Schöne am BookUp. Buchmacher, Buchhändler und Buchleser vereinen sich, um sich gegenseitig zu unterstützen, helfen und bekannter zu machen.

Special Guest dieses BookUps war Stefanie Leo, Ideengeberin zu dieser neuen Art der Vernetzung. Auch Stefanie führte ein wenig durchs Programm, leitete die Vorstellung und stand im Anschluss als „Mutter“ der Bücherkinder Rede und Antwort, wenn ein Buchtipp gesucht wurde. War schön, dich wieder live zu sehen, Stefanie. Bis zum nächsten mal. 🙂

Mein persönliches Highlight war die, wie ich sie liebevoll getauft habe, spontane BookUp-Afterparty, die wir im Tiriki mit Kuchen und Kaffee feierten. Wer in der Nähe der Florastraße ist, unbedingt vorbeischauen, denn Käsekuchen wie Cupcakes können wir nur empfehlen.

Nächsten Monat pausiert vermutlich aufgrund der Frankfurter Buchmesse das BookUp in Berlin. Umso gespannter bin ich, wohin das nächste Treffen führen wird.

August 16 2014

Berlins erster #BookUp im Anakoluth, Prenzlauer Berg

Letzten Donnerstag fand Berlins erster BookUp in der Buchhandlung Anakoluth BookUp_2im Prenzlauer Berg statt und die Lesebegeisterten aus dem Social Media Bereich strömten fröhlich herbei.

Was ist ein BookUp?

Das habe ich mich auch gefragt, als ich vor ein paar Wochen die Aktion, die von Stefanie Leo ins Leben gerufen wurde, auf Facebook entdeckte. Prinzipiell kann man BookUps als Treffen von Buchliebhabern aller Genres, Buchhändlern und Buchmachern beschreiben. Die zum Beispiel in kleine unabhängige Buchhandlungen eingeladen werden, wie das Anakoluth, um diese vorzustellen, kennenzulernen und sich auszutauschen. So weit ich weiß sind aber auch schon Verlage im Gespräch.

Das Besondere an diesem sonst gemütlichen Abend ist, dass der intensive Gebrauch von Social-Media-Plattformen erlaubt sogar gewünscht ist. Während des BookUps sollen die Gäste eifrig auf Facebook, Twitter, Instagramm und Co. unterwegs sein. Live vor Ort berichten und alle Beiträge unter dem Hashtag #Bookup sammeln.Book-Up_3

Einerseits muss ich gestehen, hat es total Spaß gemacht, sowohl selbst Fotos hochzuladen, als auch die anderen dabei zu beobachten, wie sie fleißig auf ihren Smartphones tippten. Schon mal eine Veranstaltung besucht, bei deren Begrüßungsrede alle auf ihre Handys starren und das gewollt ist? Ein seltsames, interessantes Bild, ehrlich. Andererseits ist dieser Ansturm von Posts natürlich auch eine gute Werbung für den jeweiligen Veranstalter.

Das Anakoluth ist eine Buchhandlung, die u.a. Bellestrik, Graphic Novels und einiges aus dem Bereich Kinder- und Jugendbuch anbietet. Die Ladenfläche ich vielleicht klein, aber dafür der Service um so besser. Die beiden Buchhändlerinnen hatten einige nette Anekdoten zur Entstehung ihres Ladens zu berichten und für alle Gäste, die vorab ihr Lieblingsbuch mitteilten, eine Empfehlung bereit gelegt. Bei mir ist Walter Moers „Die Stadt träumenden Bücher“ gewesen – ein Volltreffer. Immerhin besitze ich bereits das Hörbuch und habe meine Freude daran.

Wann findet der nächste Bookup in Berlin statt?

Der nächste Termin ist voraussichtlich am 11.9.2014 in der Buchhandlung Ocelot, Brunnenstraße. Also, wenn nichts Unvorhergesehenes dazwischen kommt, bin ich dabei. 🙂

Juli 3 2014

Rückblick KW 26

Gesehen : Fußball. Fußball über alles. Das wird sich bis Mitte Juli auch nicht ändern, der Fernseher und der Festplattenrekorder befinden sich gerade in Männerbesitz. Die deutschen Spiele schau ich natürlich mit, aber drei bis vier Partien pro Tag würde ich nie als „Paradies“ bezeichnen. Eher als Experiment, wie viel meine Nerven aushalten.

Gehört : Zurzeit dudel ich das Opening des Animes „Katanagatari“ in Endlosschleife. Supercell und Egoist retten mich gerade vor einer abwechslungsreichen Musikauswahl. Aber auch das neue Lied von One Republic hat sich in mein Ohr geschlichen. Dafür kann ich langsam den WM-Song von Adel Tawil nicht mehr hören.

Gelesen : Ich bin weiterhin mit Phantasmen von Kai Meyer beschäftigt. Theoretisch sollte ich es diese Woche schaffen, freue mich schon auf die Rezension und dann auf den nächsten Titel des Autors, der im Herbst erscheint.

Getan : Buchflaggen gebastelt. Bücher wie bei Tetris so zusammenbauen, dass sie Länderflaggen bilden, ist ein populärer Sport unter den Buchbloggern und Autoren. Deutschland, England, Spanien, Schweiz. Großbritannien! Macht das mal nach. 😉

Gekauft : Meine Botentasche zu „Attack on Titan“. Ich habe keine Folge des Animes gesehen, weiß nur grob, worum es geht und dennoch hat es mich jetzt schon begeistert. Abgesehen davon ist die Tasche ein bisschen klein aber total toll! Das war der Moment in der letzten Woche, in dem ich einen Umschlag so richtig zerfetzt habe. Sendungen aus Asien dauern immer so lange …

Gegessen: Kekse? Kuchen? Das, was da war? Pizza? Ich möchte mich bitte enthalten, kulinarisch gibt es nicht so viel zu berichten. Es musste schnell gehen, mir fehlte die Zeit.

Gefreut : Dass ich die Überarbeitung des ersten Jamie Bandes abgeschlossen habe. Er ist nur unwesentlich länger geworden … Aber so langsam sollte ich mir Testleser suchen. Ja, bald kann ich das Manuskript in die Welt schicken.

Geärgert : Diese Paketboten! Ich bin nicht die Annahmestelle für all meine Nachbarn, wenn es sich dann auch noch herausstellt, dass diese zuhause sind. (Nur nicht in Lichtgeschwindigkeit zur Tür gerauscht sind.) Grrrrr!

Gelacht : Bei der Lesung von Jojo Moyes, die ihr Buch „Weit weg und ganz nah“ vorstellte. Szenen, wie das Leben sie schreibt. Nur so viel lustiger als der Alltag. Was haben wir gelacht. Wenn der Rest des Buches so lustig ist wie die präsentierten Schnipsel, werde ich meinen Spaß beim Lesen haben.

Geplant :  Im Juli wird es wieder einen NaNo geben bzw. ist der NaNo für mich schon angelaufen. Am liebsten würde ich 250 Seiten schreiben. Ich glaube nicht, dass ich das Ziel halte, aber ich will so dicht wie nur irgendwie möglich ran kommen. Also Internet aus, Türklingeln ignorieren, Kaffeevorrat aufstocken, Schokolade und Kekse bereitstellen und noch mal das Exposé zurate ziehen. Dann wird in die Tasten gehämmert, bis die Finger glühen.

Gewünscht : Das gewisse eine Postsendungen endlich, endlich, endlich in meinem Briefkasten auftaucht. Seufz. Ich sitze hier auf heißen Kohlen, ich würde es so gerne mit euch teilen, aber zuerst sollte der Brief da sein. Das ist unerträglich dieses Warten. Aber ich muss wohl noch ein wenig weiter wünschen…

 

Juni 29 2014

Neuzugänge im Juni

Im Juni landeten neu auf dem Stapel folgende Bücher:

Jojo Moyes – Weit weg und ganz nah

Die Autorin besuchte letzte Woche Berlin für eine Lesung im „Babylon“. Da musste ich natürlich hin, habe ich doch seit Monaten nur gutes über ihre Bücher gehört. Und was ist eine Lesung ohne ein Buch zum Signieren? Abgesehen davon reizt mich das Thema, ich bin gespannt, wie Moyes die Figuren auf engsten Raum miteinander agieren lässt. 🙂

Jan Oldenburg – Die Phantastik-AG

Ich glaube, ich eiere seit bald einem Jahr um dieses Buch herum. Das ist so meins. Lustig, schräg, Fantasy. Mein Favorit seit langer, langer Zeit – jetzt in meinem SuB zuhause. Dies ist mein Juni-Buch, damit hätte ich meine Ein-Buch-pro-Monat-Regel gehalten, aber …

Tales of Xilia – hu-ko

Gab es wohl eine Verschiebung bei dem Erscheinungsdatum des vierten Bandes von „Tales of Xilia“. Oups. Ich lese gerne einen Manga zwischendurch. Das ist Abschalten für den Kopf, besonders wenn ich beruflich viel lesen muss. Bzw. wenn ich wie jetzt gerade mein Manuskript überarbeite. Am liebsten würde ich ja das Spiel dazu zocken, dafür fehlt mir aber die Zeit, also muss der Manga herhalten.

Joseph Delaney – Spook – Die Freunde des Geisterjägers

Also bevor ich das Buch Jojo Moyez und die Phantastik-AG im Laden geholt habe, las ich morgens noch meinen Goodreads Newsletter, der den nächsten Band der Spook-Reihe im Englischen vorstellte. Und im Laden lächelte mit dann Band 5 an. Keine Chance. Ich musste ihn mitnehmen. 😀 Auch wenn ich es schade finde, dass die Reihe mitten drin von Hardcovern zu Taschenbüchern wechselte. Gut, ich will nicht meckern, ich muss noch auf so viele weitere Übersetzungen warten …

Oh und dann war natürlich noch mein Geburtstags. Ein Geburtstag ohne Bücher? So etwas gibt es nicht. 😉

Gena Showalter – Alice im Zombieland

Eigentlich wollte ich dieses Buch mit Lisa tauschen, wir wurden uns aber nicht einig. Ein paar Stunden später fand ich dann eine weitere PN in meinem Postfach.  Sie hatte gesehen, dass ich Geburtstag hatte und wolle es mir schenken. Das war eine Geburtstagsüberraschung schlechthin und ich habe mich riiiesig gefreut! Danke! 🙂

A. Lee Martinez – Terror der Tentakel

Ich sammel Martinez. Wie Jan Oldenburg, schreibt er im Bereich Funny Fantasy. Schräg, witzig, gleichzeitig ein bisschen philosophisch. Nach einem Martinez sieht die Welt anders aus. Besser. Seltsame Einstellung, ich weiß, aber mit seinen Geschichten nimmt er mich ein Stück mit. Ich liebe es, diese zu lesen.

Terry Pratchett – London Guide

A Dodger’s Guide to London. Freu. Nach meiner Karte von Ankh-Morpork jetzt auch die Karte zu „Dunkle Halunken“. Ich habe sie schon vorsichtig durchblättert, aber noch nicht gelesen, wobei diese ja kein Buch im eigentlichen Sinne ist. 🙂