Inhalt: „Crystal leidet darunter, dass sie ihre paranormalen Fähigkeiten nur unzureichend kennt. Versucht jemand, telepathisch Kontakt zu ihr aufzunehmen, wird ihr schlecht – ein Umstand, der ihr das Leben in einer Welt von Savants nicht gerade erleichtert. Doch als in Venedig bei einer von Crystal organisierten Feier Mitglieder der Familie Benedict entführt werden, ist sie es, die entscheidend zur Rettung beitragen kann. Und dabei bemerkt sie, dass der Benedict-Bruder Xav gar nicht so übel ist, wie sie anfangs dachte…“ (Quelle: dtv)

Rezension: Teil 3 knüpft nahtlos an der Geschichte an und erneut wird ein anderer Ort vorgestellt. Nach den Rockies und London spielt der Roman diesmal in Venedig. So langsam kann ich ein ganzes Regal mit Büchern, die in dieser Stadt spielen, füllen, aber ich spürte beim Lesen, wie gern die Autorin die Stadt haben muss. Die Zeilen sprachen nicht einfach nur von der Stadt, ich war beim Lesen praktisch vor Ort. Hörte, fühlte und sah es. (Auch wenn ich noch nie da war 😉 ).  

Die Action im Buch kam nicht zu kurz, auch wenn das Tempo wieder so schnell wie schon in Band 2 war und ich den wundervollen Erzählstil aus „Finding Sky“ vermisste. Aber natürlich gibt es Abstriche, wenn die ganze Familie Benedict und die passenden Seelenspiegel auftreten, selbst wenn mich ein paar zusätzliche Seiten nicht gestört hätten, um der Handlung noch mehr Tiefe zu verleihen. Auch der dritte Band liest sich wieder witzig und unterhält. Xav und Crystal frotzeln ständig miteinander und der Vergleich des Lebens eines Actionhelden mit den Kräften der Savants ließ mich schmunzeln. 

Crystal gefiel mir wieder besser als Phee. Sie hegt arge Selbstzweifel bezüglich ihrer Persönlichkeit und ist das schwarze Schaf der Familie, ein Mädchen, das nach Anerkennung innerhalb ihrer Großfamilie (voller Savants) sucht. Sie sucht noch ihren Lebensweg, weiß noch nicht, was und wer sie werden will, nachdem ein Schicksalsschlag ihr Leben aus der Bahn warf. Dass Diamond, die schöne, selbstbewusste, kluge, tolle große Schwester, ihren Seelenspiegel findet und sofort die Hochzeitsglocken läuten, macht es Crystal nicht leichter aus den Schatten zu treten, in die man sie geschubst (sie sich aber auch selbst hineinmanövriert) hat. Crystal muss erst noch ihre Fähigkeiten erkennen, sie braucht Lob, Zuspruch und muss merken, dass sie sehr wohl etwas Besonderes ist. Hier kommt – natürlich – Xav ins Spiel. Obwohl ich fand, dass Crystal durch ihn deutlich mehr Veränderungen begegnet, während er nur eine Person findet, die ihn durchschaut. Ein wenig ungleiches Verhältnis, aber das nur am Rande … 

Leider fand ich das Cover des dritten Bandes nicht so herrlich wie die vorherigen. Irgendwie hat mich die Kombination der Rosa- und Blautöne nicht begeistern können. Was sprach gegen die Originalfarbgebung? Außerdem ist der Umschlag aus einem ganz anderen Material, ich hätte Einheitlichkeit schöner gefunden.

Zusammenfassung: Wie schon die ersten Bände ist auch „Calling Crystal“ ein Pageturner, die Seiten fliegen nur so beim Lesen vorbei. Das Buch ist leicht und locker geschrieben, wenn auch meiner Meinung nach an manchen Stellen etwas überhastet. Definitiv zur Unterhaltung und als nette Wochenendlektüre geeignet, jedoch leider etwas vorhersehbar. Der Witz und die tollen Figuren machen dies jedoch wieder wett. 

Daher vergebe ich für die tolle Unterhaltung, die „Calling Crystal“ bietet drei von fünf möglichen Sternen.

Neugierig geworden? Hier geht’s zum Buch!

Rezension : Joss Stirling – Calling Crystal – Die Macht der Seelen 3
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