Oktober 8 2014

Die ersten Bücher sind da. :)

Nur kurz, weil das große Signieren, Verpacken und zur Post bringen jetzt endlich startet …

… die erste Ladung Prints von „Jamies Quest“ ist da!!

Ich weiß nicht, ob ihr euch vorstellen könnt, wie genial super dieses Gefühl gerade ist, das gedruckte Buch in den Händen zu halten. Ich weiß auch gar nicht, wie ich das genau formulieren sollte.

Daher ist dieser Eintrag kurz, aber das beigefügte Foto umso größer. 🙂

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Oktober 6 2014

Rezension : Allen Zadoff – Fearless ( Unknown Assassin #02 )

Allen Zadoff – FearlessFearless_kleiner

( Unknown Assassin #02 )

Ab 14 Jahren

432 Seiten, Hardcover

Weitere Informationen findet ihr auf der Verlagsseite von bloomoon oder auf der Homepage von Allen Zadoff

Inhalt: „Unangenehme Fragen verfolgen BOY NOBODY seit seinem letzten tödlichen Auftrag als Undercover-Agent. Wer ist er eigentlich ohne seinen Auftraggeber, das ominöse „Programm“? Warum fühlt er sich seit seinem letzten Mord so schlecht? Warum fühlt er überhaupt etwas? Viel Zeit zum Nachdenken bleibt ihm nicht. Das „Programm“ schickt ihn in ein rechtsradikales Trainingscamp, dessen paranoiden Anführer er liquidieren soll. Eine scheinbar ganz normale Mission. Doch dieser Auftrag zieht ungeahnte Konsequenzen nach sich…“ (Quelle: bloomoon)

Über den Autor: Allen Zadoff hat 2010 mit Food, girls and other things I can’t have den Sid Fleischmann Humor Award gewonnen. Er lebt in Los Angeles, wo er an Boy Nobodys weiterem Schicksal arbeitet… (Quelle: bloomoon)

Vorweg: Als ich im Juni herausfand, dass die Fortsetzung von „Boy Nobody“ erscheinen sollte, habe ich mir praktisch einen Knoten in die Finger getippt, um mich gleich auf ein Rezensionsexemplar zu bewerben. Der erste Band war schon super, der zweite einfach genial. Daher ein herzliches Dankeschön an Bloomoon, einerseits fürs Buch, andererseits für dieses Lesevergnügen.

Sprache: Wie schon im ersten Band gelingt Zadoff mit Boy Nododys kühler, emotionsloser Ich-Perspektive einen sehr passenden Schreibstil an den Tag zu legen. Er ist ein Stratege, ein berechnender Kämpfer ein bisschen wie ein jugendlicher Jason Bourne. Ohne Schnörkel. Ohne Ablenkungen. Zielgerichtet führen die kurzen Sätze und Kapitel den Leser durch die Geschichte, so schnurgerade Boy Nobody auch seine Missionen verfolgt. Dabei jedoch ohne an Spannung zu verlieren, es ist präzise und schnell verfasst, dennoch wollte ich weiter, weiter und weiter lesen.
Besonders bei dieser einen Wendung am Ende, die ich jetzt nicht verraten möchte, zeigt Zadoff, dass er auch ganz anders kann. Mit der Veränderung von Boy Nobody, wandelt sich auch der Schreibstil – die Entwicklung hat mir beim Lesen sehr gut gefallen.

Figuren: Während Boy Nobody im ersten Band eher einen emotionalen Konflikt durchstand, plagen ihn im zweiten Zweifel an seiner Loyalität zum Programm und seiner bisherigen Identität, oder sollte ich sagen: Nicht-Identität? Weiterhin schlüft er mühelos in Rollen und lässt nur sehr wenig von seiner eigentlichen Persönlichkeit durchblicken, alle seine Handlungen dienen der Mission. Aber was ist er noch, wenn seine Loyalität ins Programm erschüttert wird und er sich nicht sicher sein kann, ob seine Mission nun bestand hat oder nicht? Interessante Fragen, denen Boy Nobody sich stellen muss.

Außerdem bin ich in Howard vernarrt, seine Art ist mir sofort ans Herz gewachsen. Ein so tolle Figur! Hoffentlich sehe ich ihn in Band 3 lebend wieder, allein diese Ungewissheit lässt mich schon die Tage zählen.

Lob: Fearless ist dunkel, gefährlich und überzeugt mit Überraschungsmomenten, die man so nicht erwartet. Sofort reißt Zadoff den Leser in die neue Mission und verrät doch nur Stück für Stück Einzelheiten über das Programm oder Boy Nobody selbst. Aber was man da als Puzzlestück präsentiert bekommt, dreht und wendet und ändert die Geschichte immer wieder. Wer ist gut? Wer ist böse? Arbeitet Boy Nobody nun für die Regierung oder steckt jemand anderes dahinter? Was ist mit seinem richtigen Vater?

Zudem ist das Buch gut recherchiert. Aus politischer, wissenschaftlicher, militärischer und geschichtlicher Sicht. Trotz der schwierigen Themen wie eines rechtsradikalen, paramilitärischen Jugendcamps oder dessen terrroristischen Absichten, rutscht Zadoff nicht in Verherrlichungen oder Verdammungen ab, sondern setzt sich mit dem Thema gut auseinander. Wie weit gehe ich für meine Ideale? Welche Konsequenzen nehme ich dafür in Kauf? Widerspreche ich der Mission, weil ich selbst Zweifel hege? All diese Fragen muss sich nicht nur Boy Nobody stellen, sondern auch der Leser, wenn er die Insassen des Camps und deren Prinzipien kennenlernt.

Zusammenfassend: Exzellente Fortsetzung, ich konnte es nicht mehr aus den Händen legen! Spannend, rasant, mit unvorhergesehen Entdeckungen, die mich nur noch hibbeliger auf den nächsten Band machen. Zum Glück erscheint dieser im Englischen Juni 2015. Ratet, welches Ereignis ich mir jetzt gleich in den Kalender eintragen werde? Wirklich, ein sehr, sehr gelungener YA Mystery-Thriller. Daher vergebe ich 5 von 5 möglichen Sternen an „Fearless“.

September 22 2014

Gefiedeter Neuzugang : Hetty, die Bucheule

Ein paar Tage ist es bereits her, da fragte Arndt von AstroLibrium nach Namen für seine neuste Bucheule, die er auf einen Markt erstanden hatte. (Zum Facebook-Post geht’s hier.) Ich mag solche Spielereien und wenn mir etwas einfällt, dass nicht verkrampft wirkt, sondern wie die Faust aufs Auge passt – zumindest für mich persönlich – dann beteilige ich mich gern bei solchen Aufrufen. Der Eulerich auf dem Foto sah für mich aus wie ein „Ray“, als ich dann googelte, dass dies unter anderem auch Beschützer heißt, schien der Name perfekt. Ray, die Bucheule, die auf Arndts Regale aufpasst.

Schwupps, da war der Name abgeschickt und das Warten begann.

Viel habe ich mir nicht dabei gedacht. Wenn Autorenkollegen zur kollektiven Namenssuche trommeln, werde meine Vorschläge oft ignoriert. Was nicht schlimm ist, schließlich ist gerade ein Name etwas sehr Subjektives. Zuerst muss er einem selbst gefallen, dann den anderen. Hoffnungen hegte ich also nicht, dass mein Namensvorschlag gewählt würde.

Doch tatsächlich entschied Arndt sich dazu, seine Eule Ray zu taufen. 🙂 Damit nicht genug, ich wurde auch gleich in die Eulenfamilie mit aufgenommen und adoptierte die zehnte kleine Bucheule, aus dem H-Wurf von Arndt und seiner Frau. H-Wurf, weil bisher alle Eulen einen Namen mit H erhielten.Hetty groß - für HP

Gespannt warteten Dominic und ich also darauf, dass die kleine Eule zu uns nach Hause flatterte. Die Tage vergingen, aber bei der Wetterlage würde ich auch öfter mal einen Zwischenstopp einlegen und die Septembersonne genießen. Dazu ist der Weg bis nach Berlin lang. Doch auch die Ankunft der Kleinen verlief holprig. Sie flatterte mit solchen Karacho durch den Briefschlitz, dass sie unter der Kommode im Flur verschwand – natürlich an dem Tag, an dem ich nicht zuhause war und das Klappern der Abdeckung nicht hörte. Weil ich – wie vermutlich sie die Tage zuvor – draußen den Spätsommer genoss.
Ich entdeckte die Kleine dann am letzten Donnerstag, wobei ich auf den ersten Blick nicht viel von ihr sah, denn am diesem Tag bereite mein Mann gerade sein heiß geliebtes Bayrisches Brathändl zu …. Nach gutem Zureden traute sie sich wieder aus ihrem Versteck und hat es sich auf dem To-Read-Next-Stapel auf meinem Schreibtisch gemütlich gemacht, wo sie den großen Stahlvögeln beim Landen und Starten zusehen kann.
Ganz der Tradition des H-Wurfes entsprechend haben Dominic und ich sie „Hetty“ getauft, sie erinnert uns an ihre Namensgeberin Henrietta „Hetty“ Lange. (Das ist die Chefin aus NCIS L.A.)

September 15 2014

BookUp #02 im Buchsegler, Berlin-Pankow

Es war wieder Book-Up-Zeit.

Im Ocelot musste ich leider aussetzen, aber dafür gab es zwei Tage später, am Samstag, den 13.09.2014, einen weiteren Book-Up in der Berliner Kinderbuchhanlung „Buchsegler„. BUSept_02 - Kopie

Was ist ein Book-Up? Das fragt ihr euch immer noch? 😀 Eine Erklärung gibt es hier: Link.

Den Buchsegler kenne ich ja schon ein paar Jahre, seitdem ich 2011 einmal auf der Suche nach dem S-Bahnhof am Geschäft vorbeigelaufen und natürlich sofort hineinspaziert bin. Eine kleine Buchhandlung in der Florastraße, mit einer großen Bilderbuchecke und Büchern, die man sonst nicht so oft in den Regalen findet. Es ist unglaublich erfrischend vor zwei Regalen Jugendbüchern zu stehen, in denen die Spitzentitel der Verlage zwar teilweise vorhanden sind, aber der Fokus auf ganz vielen Werken liegt, die ich so noch nicht auf dem Schirm hatte. Die ich noch gar nicht kannte, aber alle so interessant aussehen, dass ich am liebsten fünf Bücher mitgenommen hätte. Anstatt des einen erlaubten, denn der SuB wächst ja schneller, als ich ihn minimieren kann. Auch dieses Mal konnte ich den Buchsegler nicht ohne Buch verlassen, „Yolo, der wild gewordene Pudding und Jo Zwometerzwo“ von Gerlis Zillgrens ist bei mir im Regal eingezogen.

Aber zurück zum Book-Up.BUSept_01 - Kopie

Nicht nur die Inhaberin des Buchseglers rief zum Kennenlernen, Stöbern und Vernetzen aus, sondern auch das benachbarte Atelier Flora. Dort stellten u.a. Stefanie Fiebrig, Judith Drews und Kristina Brasseler ihre Texte und Illustrationen vor und plauderten als ihrem Künstleralltag. Gerade dieser Part hat mir sehr zu gesagt, Details wie, dass sie sich nie bei einem Kaffee verquatschen, sondern lieber kreativ brainstormen oder die Künstlerin, deren Tisch an der Tür steht, oftmals als Empfangsdame verwechselt wird, vermittelten direkt eine offene und angenehme Atmosphäre. Auch die spontan beschlossene Lesung hatte ihrem Reiz, ich werde defintiv noch nach dem Buch stöbern. Gern hätte ich mehr über die Illustratorinnen erfahren, deren zusammen genommen fast 50 Bücher die Wände schmücken, aber dann ging es auch schon zurück in den Buchsegler und die Diskussionsrunde begann. Vielleicht ist dies das Schöne am BookUp. Buchmacher, Buchhändler und Buchleser vereinen sich, um sich gegenseitig zu unterstützen, helfen und bekannter zu machen.

Special Guest dieses BookUps war Stefanie Leo, Ideengeberin zu dieser neuen Art der Vernetzung. Auch Stefanie führte ein wenig durchs Programm, leitete die Vorstellung und stand im Anschluss als „Mutter“ der Bücherkinder Rede und Antwort, wenn ein Buchtipp gesucht wurde. War schön, dich wieder live zu sehen, Stefanie. Bis zum nächsten mal. 🙂

Mein persönliches Highlight war die, wie ich sie liebevoll getauft habe, spontane BookUp-Afterparty, die wir im Tiriki mit Kuchen und Kaffee feierten. Wer in der Nähe der Florastraße ist, unbedingt vorbeischauen, denn Käsekuchen wie Cupcakes können wir nur empfehlen.

Nächsten Monat pausiert vermutlich aufgrund der Frankfurter Buchmesse das BookUp in Berlin. Umso gespannter bin ich, wohin das nächste Treffen führen wird.